Bauherr:
Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Regensburg
Architekten:
wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh (wtr architekten),
Frankfurt am Main
Wettbewerb:
1. Preis, 2013
Bauherr:
Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Regensburg
Architekten:
wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh (wtr architekten),
Frankfurt am Main
Wettbewerb:
1. Preis, 2013
Architekturfotografie eines Museumsneubaus zwischen Altstadt und Donau
Mit dem Haus der Bayerischen Geschichte entstand am Regensburger Donaumarkt ein markanter Museumsbau in unmittelbarer Nachbarschaft zur historischen Altstadt. Der Entwurf von wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh (wtr architekten), Frankfurt am Main, ging 2013 als erster Preis aus einem internationalen Architektenwettbewerb mit mehr als 250 teilnehmenden Büros hervor. Bauherr ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Regensburg. Das Museum wurde 2019 eröffnet.
Die Architektur reagiert auf einen besonderen Ort: Auf der einen Seite liegt die mittelalterlich geprägte Regensburger Altstadt, auf der anderen die Donau. Der Neubau nimmt diese Situation auf und interpretiert charakteristische Elemente des historischen Stadtgefüges neu. Gassen, Plätze und die vielgestaltige Regensburger Dachlandschaft finden sich in der Gliederung und Höhenentwicklung des Gebäudes wieder. Das hohe, lichtdurchflutete Foyer bildet dabei eine räumliche Verbindung zwischen Altstadt und Donau und öffnet das Museum in beide Richtungen.
Nach außen präsentiert sich der Bau als kraftvolle, skulpturale Großform. Besonders prägend ist die keramische Gebäudehülle mit ihrer vertikalen Rhythmisierung. Platten und Stäbe erzeugen je nach Blickwinkel und Lichteinfall ein wechselndes Fassadenbild. Die zurückhaltende, erdige Farbigkeit stellt zugleich einen Bezug zur Geschichte Regensburgs und zum römischen Legionslager Castra Regina her.
Die Architekturfotografie von Klaus Schicker konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Baukörper, Fassade und städtischem Umfeld. Weite Perspektiven zeigen die Einbindung des Museums in den Donaumarkt und die Beziehung zur historischen Stadt, während nähere Ansichten die plastische Wirkung und feine Struktur der Keramikfassade herausarbeiten. Linien, Flächen, Licht und Schatten machen dabei die unterschiedlichen Maßstäbe des Gebäudes sichtbar – vom städtebaulichen Volumen bis zum konstruktiven Detail.
So dokumentieren die Fotografien nicht nur die Gestalt des Hauses der Bayerischen Geschichte. Sie zeigen, wie der Museumsneubau zwischen historischer Stadtstruktur und zeitgenössischer Architektur vermittelt und wie sich sein Erscheinungsbild mit Perspektive, Tageslicht und Umgebung verändert.